Maturaprojekt Bandscheibenprüfvorrichtung

Das Projekt
Die Verwirklichung
Auszeichnungen & Presseecho

Das Projekt
Prüf- und Simulationsvorichtung für künstliche Bandscheiben

In der heutigen Zeit werden Bandscheibenschäden, bedingt durch übermäßige sitzende Tätigkeit, immer häufiger. Die erfolgreichste Behandlungsmethode bei Unzulänglichkeit im Bereich der konventionellen Therapiemethoden ist die Implantation von künstlichen Bandscheiben.
 
Ein solches Implantat muss mindestens 20 Jahre lang halten. Um das sicherzustellen, werden die Implantate bei der Entwicklung getestet. Dabei führt eine Simulationsvorrichtung mit dem Implantat in kurzer Zeit (ca. 2 Monate non-stop) unter Belastung soviele Bewegungen aus, wie ein Mensch in 20 Jahren. Danach wird das Implantat vermessen und überprüft, ob es sich unzulässig verformt hat oder zu sehr abgerieben wurde. Das Problem dabei ist aber: Die Simulationsvorrichtung muss eben 2 Monate laufen (bzw. noch viel länger - man will ja mehrere Implantate testen) ohne selbst kaputt zu gehen. Harte Anforderungen für ein Gerät, das immerhin unter 250kg Belastung arbeitet. Dazu kommt, dass ein Mensch mit seiner Wirbelsäule viele verschiedene Bewegungen ausführt (genaugenommen sind es 3 Arten von Bewegungen), die der Apparat gleichzeitig und durcheinander simulieren muss, damit die Ergebnisse stimmen.

Die Verwirklichung
Das Projektteam
Das Projektteam
Florian Käferböck - Michael Steurer - Wolfgang Mertain

Warum haben wir überhaupt so ein komisches Gerät gebaut? In der HTL gibt es die Möglichkeit, während der ganzen 5. Klasse an so einem Projekt - genannt Diplomarbeit - zu arbeiten. Das wird dann bei der Matura präsentiert. Dafür erspart man sich einige Maturafächer. Außerdem kann man damit eine Menge an Preisen usw. (siehe nächstes Kapitel) gewinnen. In unserer Klasse allein hat es 4 Projektteams gegeben.
 
Den Großteil der Arbeit erledigten wir während der Unterrichtszeit, worüber die Lehrer, deren Stunden wir verpassten, nicht gerade erfreut waren. Auch einiges an Freizeit musste geopfert werden. Die Konstruktion wurde in 3D mit der Software SolidWorks ausgefährt und danach die 3D-Modelle in Zeichnungen umgewandelt. Wie man an untigen Bildern sehen kann, haben wir den Prototypen der Simulationsvorrichtung auch selbst gebaut, und zwar in der schuleigenen Werkstätte.

Fräsen Galvanisieren Sägen, Feilen und andere grobe Arbeiten Computergestützte Bearbeitung Sandstrahlen
Impressionen von der Werkstättenarbeit

Auszeichnungen & Presseecho
Messestand im Technischen Museum Wien
Messestand im
Technischen Museum Wien
Im Juni 2003 reichten wir unser Projekt zusammen mit den anderen Projekten unserer Schulklasse bei dem Erfinderwettbewerb "Jugend Innovativ" ein. Unser Bandscheibenprüfapparat schaffte es bis ins Finale, das im Technischen Museum Wien stattfand. Zwei Tage lang unterhielten wir dort einen Messestand, um unser Gerät zu präsentieren. Schließlich wurden wir mit dem 2.Platz und einem ansehnlichen Geldpreis ausgezeichnet.
 
Goldmedaille der Nürnberger Erfindemesse
Goldmedaille der
Nürnberger Erfindermesse
Ein weiterer Preis war eine Einladung, als Jugenddelegation des Österreichischen Erfinderverbands die Nürnberger Erfindungsmesse IENA zu besuchen. Dort erhielten wir eine Goldmedaille und einen Sonderpreis der "Weltorganisation für geistiges Eigentum" (WIPO), der aus einer weiteren Goldmedaille und einer Schweizer Armbanduhr für jeden von uns bestand.
 
Im Herbst dieses Jahres nahmen wir noch an dem Niederösterreichischen "Genius"-Wettbewerb teil, wo wir den dritten Platz und widerum einen beachtlichen Geldpreis erhielten.
 
Außerdem erschienen in den wichtigsten Österreichischen Tageszeitungen Artikel über unser Projekt:

Der originale Bandscheibenprüfapparat kann zweimal jährlich beim Tag der offenen Tür der HTL Mödling besichtig werden.
 
Ofizieller Bericht über die Prüf- und Simulationsvorrichtung für künstliche Bandscheiben auf der Homepage der HTL-Mödling.